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Ausstellung

Wie verlernen wir Gehorsam? Pary El-Qalqili & İz Öztat

10.5.26 — 12.7.26

Studio | Galerie Nord
Turmstraße 75
10551 Berlin

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin
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Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin
İz Öztat
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Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin
Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin
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İz Öztat
İz Öztat
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Termine

Ausstellung
9.5.26,
18:00h

Vernissage: Wie verlernen wir Gehorsam? Pary El-Qalqili & İz Öztat

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

Eröffnung der Ausstellung „Wie verlernen wir Gehorsam“.

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Workshop
23.5.26,
15:00h - 18:00h

Schule des Ungehorsams: Mapping mit Rheim Alkadhi

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

Wie können wir all unsere Erfahrungen mit „Orten“ – Familie, Schule, Stadt, Staat, Kontinent, Planet – und all die Gefühle, die mit unseren Gedanken über diese Umgebungen einhergehen, einordnen? In jedem unserer Körper und Köpfe existieren ganze Welten; wie können wir Karten erstellen, die jede unserer „ganzen Welten“ angemessen abbilden? Und was geschieht, wenn wir diese am Ort Schule nicht frei ausdrücken können? Angesichts der Repression, die viele Schüler*innen an öffentlichen Schulen in Berlin erfahren, erkunden wir Wege unsere „ganzen Welten“ trotz aller Widerstände abzubilden. Mit Farben und verschiedenen Zeichen – und Kollagematerialien habt Ihr die Möglichkeit eure eigene Karte herzustellen.

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Workshop
30.5.26,
15:00h - 18:00h

Schule des Ungehorsams: Verkörperter Widerstand mit Veronika Gerhard

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

Im Workshop Verkörperter Widerstand beschäftigen wir uns damit, wie Widerstand im Körper spürbar ist, bevor er gedacht oder gesagt wird und welche Spuren er hinterlässt, wenn wir unsere Gefühle nicht ausdrücken können oder dürfen.

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Gespräch
3.6.26,
18:00h

Schule des Ungehorsams: Von der Schule zur Polizeiakte

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

Ein Gespräch mit Nahed Samour & Pary El-Qalqili  im Rahmen der Schule des Ungehorsams

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Workshop
6.6.26,
15:00h - 18:00h

Schule des Ungehorsams: Singen und Spoken Word mit Zeina Azouqah

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

Unsere Geschichten sind wichtig. In diesem Workshop lernen wir aus einem historischen Archiv von Liedern, die als Träger von Geschichten des Widerstands dienen, die den Menschen in Zeiten der Isolation Kraft geben und ihren Willen stärken. Wir lernen, wie wir unsere Stimme einsetzen und sie pflegen können. Wir lernen, wie wir unsere gerechte Wut in Worte und Gesang fassen und unseren Schmerz in Kunst verwandeln können. All Eure Sprachen sind willkommen.

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Gespräch
10.6.26,
18:00h

Schule des Ungehorsams: Die Schule als Ort der Ermittlung 

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

Zunehmend werden Fälle bekannt, in denen Lehrkräfte und Schulleitungen mit Polizei und Ermittlungsbehörden kooperieren. Es ist zu erkennen, dass die Institution Schule kein Ort des geschützten Lernens ist, sondern ein Ort, an dem insbesondere politisch aktive Schüler*innen fürchten müssen von ihren eigenen Lehrer*innen durchsucht, befragt und ausgeliefert zu werden. Polizei und Staatsanwaltschaft agieren hierbei als aktive Kooperationspartner der Schulen in Sachen Überwachung und Kriminalisierung von Schüler*innen. Strafverteidigerin Nevin Duran gibt uns Einblick in das System Schule als verlängerten Arm der Ermittlungsbehörden und diskutiert, welche Praktiken rechtswidrig sind.

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Workshop
13.6.26,
15:00h - 18:00h

Schule des Ungehorsams: Storytelling mit Leila Boukarim

Vorbei mit der Übeltäterei, Courtesy of İz Öztat and Zilberman, Istanbul | Berlin

In einer Zeit von Fake News, Fehlinformationen und Unterdrückung wird das Erzählen und Vermitteln unserer Lebenserfahrungen, Kulturen und Geschichten zunehmend zu einer Frage des Überlebens. Insbesondere Schulen sind Orte, an denen das eigene Schreiben geprägt, beurteilt und sogar zensiert wird. Im Workshop erkunden wir das Geschichtenerzählen als Mittel, um restriktive Narrative zu durchbrechen und unsere Geschichten selbstbestimmt zu erzählen. Die Teilnehmenden werden dabei angeleitet, herauszufinden, was sie zu den besten Erzähler*innen ihrer eigenen Geschichten macht.

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Gespräch, Workshop
27.6.26,
14:00h - 17:00h

Kollektives Drucken & Zine-Launch

Frauen machen Druck

Wir laden Sie herzlich zum Launch des Zines Feldnotizen zu staatlicher Gewalt an Berliner Schulen, 2026 ein. Die Publikation entstand als gemeinsames Werk von Pary El-Qalqili und İz Öztat im Rahmen der Ausstellung Wie verlernen wir Gehorsam?

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Was bedeutet es, in einem System aufzuwachsen, das darauf ausgelegt ist, Gehorsam zu erzeugen? Wie verlernen wir Gehorsam? bringt Werke zusammen, die den Einfluss staatlicher Kontrolle an deutschen öffentlichen Schulen untersuchen und es wagen, Bildung jenseits von Disziplinierung und Unterwerfung zu denken.

El-Qalqili und Öztat greifen auf einen deutschen Literaturkanon zurück, der seit dem 19. Jahrhundert Gehorsam als Tugend einübt, in der NS Pädagogik ideologisch verschärft wurde und in veränderter Form bis heute in Klassenzimmern fortwirkt. Sie zeichnen die tiefgreifende Prägung der Gehorsamskultur nach: ihre Mechanismen der Bestrafung, Überwachung und Kontrolle und was sie denjenigen abverlangen, die ihnen ausgesetzt sind.

Die Schule des Ungehorsams von El-Qalqili lädt Jugendliche zur Teilnahme ein und entfaltet sich durch Beiträge von Rheim Alkadhi, Zeina Azouqah, Leila Boukarim, Nevin Duran, Frauen machen Druck, Veronika Gerhard und Nahed Samour. Ein Zine gewährt Einblick in den Rechercheprozess und hinterfragt Bildungslogiken, die staatliche Gewalt und Kriminalisierung normalisieren.

Pary El-Qalqili arbeitet im Bereich Film, Performance und Lehre. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Erfahrungen von Flucht, Exil, Gewaltverhältnissen und Widerstand auseinander. Dabei sind koloniale Bilder, fixierende Blickregime und hegemoniale Bildpolitiken Ausgangspunkt, um Prozesse der Dehumanisierung und Auslöschung zu untersuchen. 2025 erhielt sie das Stipendium Weltoffenes Berlin im Rahmen des Berliner Programm Künstlerische Forschung.

In ihrer sowohl kollektiven als auch individuellen künstlerischen Praxis, die sich über verschiedene, durch ihre Forschung definierte Medien erstreckt, untersucht İz Öztat das Fortbestehen gewaltvoller Geschichten durch Formen, Materialien, Raum und Sprache. Sie reagiert auf Leerstellen in der offiziellen Geschichtsschreibung mit spektralen, intergenerationellen und spekulativen Fiktionen. Öztat hat an der Schnittstelle von Kunst und Vermittlung in selbstorganisierten, institutionellen und akademischen Kontexten gearbeitet. Sie war Fellow des Berliner Programm Künstlerische Forschung (2024–25).

Studio | Galerie Nord
Turmstraße 75
10551 Berlin