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GalerieNord

paulinekling

Ausstellung

Counterplay

23.7.26 — 20.9.20

Galerie Nord
Turmstraße 75
10551 Berlin

Alicja_Rogalska
Alicja_Rogalska

Termine

Ausstellung
23.7.26,
18:00h

Vernissage: Counterplay

Alicja_Rogalska

Eröffnung der Einzelausstellung Counterplay von Alicja Rogalska, kuratiert von Jorgina Stamogiani.

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Einzelausstellung von Alicja Rogalska
kuratiert von Jorgina Stamogiani

24.7.-20.9.2026

Eröffnung 23.7.2026, 18 Uhr

In Counterplay präsentiert Alicja Rogalska eine neue Werkgruppe, die auf ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit in Berlin ansässigen Fahrradkurier*innen sowie ihrer fortlaufenden Recherche zu Zukunftsvorstellungen und Arbeitsbedingungen aufbaut. Die Ausstellung entwickelt sich aus einem Projekt, das 2024 mit Terms and Conditions im n.b.k. begann – einer Zwei-Kanal-Videoinstallation, in der Fahrradkurier*innen über die systemische Ausbeutung sprechen, der sie ausgesetzt sind, ebenso wie über gewünschte Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen sowie der Wirtschaft und Gesellschaft im weiteren Sinne.

In ihrer neuen Arbeit erweitert Alicja Rogalska diese Untersuchung von Arbeitsbedingungen innerhalb plattformbasierter Ökonomien, indem sie die Kurier*innen dazu einlädt, zu Akteur*innen radikaler Vorstellungskraft zu werden: Sie hinterfragen und verwerfen nicht nur den Status quo, sondern spekulieren – ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen – über alternative ökonomische Systeme.

Begleitet wird die Ausstellung von einem öffentlichen Programm, das Wirtschaftsanthropolog*innen, Arbeiter*innen, Science-Fiction-Expert*innen und Besucher*innen zusammenbringt, um gemeinsam ein Spiel zu entwickeln, anhand dessen spekulative Wirtschaftsformen diskutiert, erprobt und entworfen werden können. In einer Zeit zunehmender Gamification sowohl des Plattformkapitalismus als auch des Alltagslebens scheint es notwendig, nicht nur die Spielregeln neu zu denken, sondern auch neue Spiele zu erfinden.

Alicja Rogalska ist eine polnisch-britische interdisziplinäre Künstlerin, die zwischen Berlin und London lebt. Ihre forschungsbasierte Praxis beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Strukturen und den politischen Bedeutungen des Alltags. In spezifischen Kontexten entwickelt sie Situationen, Performances, Videos und Installationen in Zusammenarbeit mit anderen und untersucht dabei kollektiv emanzipatorische Zukunftsentwürfe. Ihre Arbeiten wurden zuletzt unter anderem in der Zachęta National Gallery of Art, auf der Matter of Art Biennale, bei Videobrasil, der Jogja Biennale und bei Urbane Künste Ruhr gezeigt. Als ehemalige Stipendiatin des DAAD-Programms Artists-in-Berlin ist sie derzeit PhD-Forschende im Fachbereich Kunst an der Goldsmiths, University of London.

Jorgina Stamogianni ist unabhängige Kuratorin mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft, Sozialanthropologie und zeitgenössischer Kunst. Ihre Praxis ist geprägt von einem soziopolitischen Ansatz, einem Interesse an Standortspezifität sowie an Wissensproduktion durch künstlerische Perspektiven, die offizielle Narrative ergänzen oder hinterfragen. Sie hat mit einer Reihe von Kollektiven, Institutionen und experimentellen Plattformen zusammengearbeitet, darunter Kunsthalle Athena (Athen), Month of Performance Art (Berlin), Callie’s (Berlin), Künstlerhaus Bethanien (Berlin), documenta 14 (Athen & Kassel), die 12. Berlin Biennale und die Neue Nationalgalerie (Berlin).

Galerie Nord
Turmstraße 75
10551 Berlin